30 ausgewählte Titel stehen nun in der LONGLIST zur Wahl | HOTLIST 2026

HOTLIST letzte 30 — 2026 — Die QUELLE dazu ist HOTLIST: hotlist-online.com

1. Alfred Kröner Verlag (Stuttgart)

Tadhg Mac Dhonnagáin: Madame Lazare

Roman (Ü: Elvira Veselinović)

ISBN: 978-3-520-63005-6

2. Allee Verlag (München)

Mattias Timander:

Dein Wille wohnt in den Wäldern

Roman (Ü: Hanna Granz)

ISBN: 978-3-911524-00-1

3. Autumnus Verlag (Berlin)

Mesut Bayraktar: Linke Melancholie

Gedichte

ISBN: 978-3-96448-989-0

4. Edition Moderne (Zürich)

Mia Oberländer: Saloon

Graphic Novel

ISBN: 978-3-03731-281-0

5. Edition Atelier (Wien)

Barbara Kadletz, Jorghi Poll: Schlurfkatzen

Graphic Novel

ISBN: 978-3-99065-145-2

6. eta Verlag (Berlin)

Dubravka Ugrešić: Füchsin

Roman (Ü: Marie Alpermann)

ISBN: 978-3-949249-32-7

7. Hartknoch Verlag (Weimar)

Anselm Graubner: Weiter geht’s nicht

Bildband

ISBN: 978-3-912364-00-2

8. kookbooks (Berlin)

Tristan Marquardt, Andreas Töpfer:

katalog der kataloge

Texte und Zeichnungen

ISBN: 978-3-948336-33-2

9. Limmat Verlag (Zürich)

Julia Weber: Weil ich Ruth bin

Roman

ISBN: 978-3-03926-101-7

10. Luftschacht Verlag (Wien)

Anna Felnhofer: Prosopon

Roman

ISBN: 978-3-903422-73-5

11. Neofelis Verlag (Berlin)

Alma-Emilia Jahn, Marlene Mähler,

Angelique Pershon (Hg.): Postwendekinder

Anthologie

ISBN: 978-3-95808-519-0

12. pinguletta Verlag (Keltern)

Kevin Riemer-Schadendorf:

Im Bann des Vaterlandes

Roman

ISBN: 978-3-948063-65-8

13. Polar Verlag (Stuttgart)

Stephen Markley: Ohio

Roman (Ü: Kathrin Bielfeldt)

ISBN: 978-3-910918-50-4

14. Polente Verlag (Wien)

Magdalena Parys: Der Prinz

Kriminalroman (Ü: Lothar Quinkenstein,

Hans Gregor Njemz)

ISBN: 978-3-903634-04-6

15. Querverlag (Berlin)

Lennart Herberhold:

Queere Einsamkeit. Queere Gemeinschaft

Sachbuch

ISBN: 978-3-89656-360-6

16. Radius Verlag (Stuttgart)

Paul Éluard: Entwurzelte Schatten

Gedichte (Ü: Jakob Leiner)

ISBN: 978-3-87173-566-0

17. Rohstoff (Berlin)

Alexander Rudolfi:

Willkommen im Bauch der Maschine

Roman

ISBN: 978-3-7518-7021-4

18. Satyr Verlag (Berlin)

Bernard Hoffmeister: Benjamin im Stroboskop

Roman

ISBN: 978-3-910775-50-3

19. Schöffling & Co. (Frankfurt am Main)

Mara Floren: Palastplatte

Roman

ISBN: 978-3-69097-020-4

20. Secession Verlag (Berlin)

Lídia Jorge: Die Stunde der Nelken

Roman (Ü: Marianne Gareis)

ISBN: 978-3-96639-143-6

21. Theater der Zeit (Berlin)

Joscijka Abels:

Julianische Tage im Schatten der Piazza

Roman

ISBN: 978-3-95749-592-1

22. Thelem (Dresden)

Alex Averbuch:

Das letzte Abendmahl meines Körpers

Gedichte (Ü: Angela Huber)

ISBN: 978-3-95908-819-0

23. Transit Buchverlag (Berlin)

Tierno Monénembo:

Addi Bâ. Der schwarze Terrorist

Roman (Ü: Gerhard Bierwirth)

ISBN: 978-3-88747-424-9

24. Trottoir Noir (Leipzig)

Jascha Riesselmann, Olav Amende:

Gegengefälle

Notizzettel, Fotos, Texte und Fundstücke

ISBN 978-3-945849-37-8

25. Verlag Das Wunderhorn (Heidelberg)

Abdelwahab Meddeb:

Das Licht von Marrakesch

Reisenotizen (Ü: Beate Thill)

ISBN: 978-3-88423-740-3

26. Verlag Freies Geistesleben (Stuttgart)

Joukje Akveld, Djenné Fila:

Eine kleine Geschichte der Menschheit

von Tieren erzählt

Das besondere Buch (Ü: Eva Schweikart)

ISBN: 978-3-7725-3207-8

27. Voland & Quist (Berlin)

Alisha Gamisch: Parasiti

Roman

ISBN: 978-3-86391-466-0

28. WASSER Publishing (Wien)

Milena Michiko Flašar:

Sterben lernen auf Japanisch

Essay

ISBN: 978-3-903618-02-2

29. zeitkind Verlag (Zürich)

Vera Martynov: 41515 Wörter

Roman (Ü: Yvonne Griesel)

ISBN: 978-3-907724-03-3

30. zu Klampen! Verlag (Springe)

Nora Bossong: Grabeland

Theaterstück

ISBN: 978-3-9873705-1-9

Zur Neuausgabe: Hochzeitsreise, Kamerun, Neralc ||| kleiner Auszug aus der Herausgeber-Vorbemerkung 2026

AUS DEM VORWORT DES HERAUSGEBERS im Jahr 2026: — Wir Heutzeitigen brauchen generell mündige Leserinnen und Leser, die in der Lage sind, sich selber eine (relativ) abgesicherte Meinung zu bilden, weil sie über ein gutes „Vorinformations-Paket“ zu vielen Fragen von Welt und Leben verfügen. Auch über essentielle Dinge wie Mitgefühl und Humanität. Zudem über eine Idee von Völkerverständigung. Wir brauchen zugleich auch Lesende, die gern richtige Fragen stellen und sich dabei nicht so leicht beeinflussen lassen. Menschen, die über Fake-News hinausdenken.

AUS DEM VORWORT DES HERAUSGEBERS im Jahr 2026: — Manipulation? Das ist ein großes Thema in der Internet-Zeit bzw. in der wohl länger andauernden Epoche von den eher kurzen Videos, Stichworte: TikTok oder YouTube, wo irgendetwas behauptet wird. Nachdrücklichst, eindringlich, manipulativ, frech. Nun kommen zudem KI-Videos auf, Fälschungen, die wahr erscheinen. Mit denen Menschen hochgekocht werden, aufgeputscht. Desinformiert zudem. Aber dadurch (manipulierte Bilder) wird alles eben nicht wahr.

AUS DEM VORWORT DES HERAUSGEBERS im Jahr 2026: — „Behaupten“ macht noch nicht Wahrheit – das hingegen schaffen nur Nachdenklichkeit, Recherche und auch Empathie. Radikal etwas rumzuposaunen, ist leichter, als sich in die Dinge mit Sensibilität und kritischer Distanz behutsam (und mit dem Wunsch nach aufrichtiger Ehrlichkeit) reinzudenken. Unsere Medienwelt heute tickt („tiktokt“?) da gern anders. Leider. Dazu kommen oft große, auffallende Worte, Sätze, Zeilen … wie Parolen, die plakativ auf die Video-Bilder noch daraufgesetzt werden. Gerne sind diese Videos dann „hämmernd“ und „einhämmernd“. Mir macht es Angst, zu beobachten, wie schnell man Menschen auf diese Weise in eine Richtung drücken kann. Sie anstacheln kann. Sie aufhetzen kann. Manche Leute scheinen per se vergessen zu wollen, dass es den Nationalsozialismus, böse Kriege, schlimmste Verbrechen und einen höchst grausamen, ewig unfassbaren Holocaust gab. Zudem soll es solche KI-Videos auch als letztlich anonyme Massen-Produkte geben (Text-Bild-Urheber sind dann häufig nicht mehr Menschen, die Menschen agieren nur nur noch als die Veranlasser, die ein „Start“ von Computer-Software-KI-Tätigkeiten organisieren) … bis hin zu den „Bots“, die quasi automatisiert dieses und jenes, oft nur mit schlechter Absicht, erstellen und in die Weite des Netzes posten. Mit Chat-Bots kann extra Übelstes veranstaltet werden. Wir werden es genau beobachten (müssen), über die nächsten Jahre. KI macht in der Praxis so viel Angst. Es gilt: Wir müssen als Demokraten (ich hoffe, die meisten das Buch hier Lesenden sind solche!) sehr wachsam bleiben, Schutzregularien für die neuen Medien-Erfindungen entwickeln und extra zudem noch immer die Sprache genau beobachten. Sprache spiegelt Inhalte. Sprache powert … leider auch Böses und Inhumanes.

Zwei Ausschnitte aus EINER Karte: „Aequatorial-West-Afrika“, die Karte wurde im November 1892 abgeschlossen. Oben KAMERUN-BERG und UMGEBUNG, unten sehen wir zum Beispiel die Insel „I. Fernando Poo“, die auch Jenny Neralc erwähnt, bezüglich ihrer Vorbeifahrt mit dem Schiff. — Kartograph war Kiepert, Richard, 1846-1915,  Dietrich Reimer Verlag (Berlin, Germany),  Lithographische Anstalt von Leopold Kraatz. QUELLE (PUBLIC DOMAIN): Thomas J. Bassett Maps of Africa Collection (University of Illinois at Urbana-Champaign Library). 

Roman von Dennis Kornblum, „Der Eklat“, erscheint im Mai

Der umstrittene Schriftsteller Jascha Wrobel evoziert in einer Talkshow des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks einen Skandal. – Ziemlich genau neun Wochen später diskutieren der Moderator und ein Journalist namens Hagen über die Hintergründe und Auswirkungen des Vorfalls. Was ist da passiert? Welche Vorgeschichte kennt man? Die Journalistin Jasmina Lorentz hat sich in den vergangenen Jahren zur Hauptgegnerin Wrobels entwickelt, sich immer wieder über dessen disputable Aussagen zu sensiblen gesellschaftlichen und politischen Fragen empört. Dabei hat sie versucht, ihn in ein Korsett ideologischer Hetzerei und Frauenfeindlichkeit zu zwängen, und schließlich Wrobels künstlerische Verantwortung und generell seine Kompetenz in Frage gestellt. Zusätzlich hatte sie eine sehr persönliche Bemerkung zu Wrobels türkischstämmiger Ehefrau gemacht. Wenige Wochen nach Erscheinen des Artikels eskalierte die Fehde der beiden in einer legendären, dreizehnminütigen Talkshow-Livesequenz.

Dieser Roman fasst das zusammen, was wir derzeit in so vielen Teilen der Gesellschaft entdecken: Spaltung, überzogene Polarisierung, Wunden, Verletzungen, Extreme … und Ereignisse, die niemand braucht. Kornblum hat den „Skandalautor“ als Modell-Vorlage gewählt und alles in deutlichem Ton, auch bis ins wechselhafte, auch aufregende Denken des Schriftstellers Wrobel hinein, ausgeleuchtet.

Das Buch von Pascal Kosig „Wenn ein Königreich zerfällt“ kommt Anfang März 2026 = 5.3.2026 Erscheinungstag




Er ist Ende dreißig, Wahlberliner, und für das Geld in seinen Taschen und die Designerkleidung muss er nicht arbeiten. Das Leben könnte leicht sein. Wäre da nicht die Angst. Eine Angst vor Nähe, die seine 18-monatige Beziehung zum persönlichen Rekord in Sachen Intimität erhebt. Angst vor den Menschen im Allgemeinen, die jede Bahnfahrt zum potenziellen Nahtod­erlebnis geraten lässt. Dagegen führt er Drogen und Medikamente, Zynismus und unverbindlichen Sex ins Feld. Seine Umgebung hält er auf Distanz, mit klug-negativer Weltsicht, mit Abwertung. Die anderen – sie sind wahlweise nuttig oder heuchlerisch, zu meinungsintensiv oder stillos. Nach der Trennung von seiner Partnerin begibt er sich auf eine rastlose Tour durch die Republik, weg von ihr und der eigenen Existenz. Vordergründig, um Bekannte zu besuchen, rauscht er auf Tauchfahrt unterhalb des eigenen Bewusstseins an allen vorbei – unnahbar, hart im Urteil, selten nüchtern. Von einem, der auszog, sich selbst zu verlieren und die Verfolger zu verwirren. Und was ist eigentlich mit dem Wetter los?

WENN EIN KÖNIGREICH ZERFÄLLT