EIN VERLAG FÜR NEUES UND UNGEWOHNTES UND IRDISCHES. "Buchauf!", das wäre und ist der "Claim" vom KUUUK VERLAG mit 3 U! (Und das gilt zusätzlich für E-Books: "E-Book auf!" = READER AN!)
Drei als lesende Autoren*innen: Gudrun Tossing und Stefan Barz und Pierre Treffler.
Der Eintritt ist frei.
Tossing liest ein Kapitel aus einem noch unveröffentlichten Manuskript. Voraussichtlich aus „Unken-Ruf“, dem Band 4 ihrer Wrozeck-Krimi-Serie. Tossing hat beim KUUUK Verlag mit 3 U u. a. das Buch „Stark-Sturm“ publiziert.
— BITTE BEACHTEN SIE ALLE LESUNGEN DER REIHE !!! IM JAHR 2023 folgen noch:
3.4.2023 und 5.6.2023 und 7.8.2023 und 9.10.2023 und 4.12.2023
Tossing liest ein Kapitel aus einem noch unveröffentlichten Manuskript. Voraussichtlich aus „Unken-Ruf“, dem Band 4 ihrer Wrozeck-Krimi-Serie. Tossing hat beim KUUUK Verlag mit 3 U u. a. das Buch „Stark-Sturm“ publiziert.
Veranstalter: VS Wuppertal. In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus: http://www.literaturhaus-wuppertal.de. Und in Zusammenarbeit mit dem „Kolleg des Schreibens NRW“.
Ort: ACHTUNG: Quartierräume des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums HIER: Zugang via Johannisberg 20 ACHTUNG: Eingang von der unteren – der B7 bzw. der Südstraße zugewandten – Gebäudeseite
>>Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2022 an die Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 5. November 2022 in Darmstadt verliehen.
Begründung der Jury: »Mit Emine Sevgi Özdamar zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine herausragende Autorin aus, der die deutsche Sprache und Literatur neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound verdankt. Einst aus der Türkei ins geteilte Berlin gekommen, bereichert Özdamar seit über drei Jahrzehnten die deutschsprachige Literaturszene mit ihren Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, zuletzt mit dem Opus magnum ‚Ein von Schatten begrenzter Raum‘. Ungewohnte literarische Stilmittel und aus dem Türkischen inspirierte Sprechweisen prägen ihre multiperspektivischen Texte, die neben intimen persönlichen Erfahrungen ein breites Panorama deutsch-türkischer Geschichte entfalten − vom Ersten Weltkrieg über die Aufbruchstimmung der sechziger und siebziger Jahre bis in unsere Gegenwart. Emine Sevgi Özdamars Werk eröffnet einen zugleich intellektuellen wie poetischen Dialog zwischen verschiedenen Sprachen, Kulturen und Weltanschauungen, an dem wir lesend teilhaben dürfen.«
Emine Sevgi Özdamar, geboren am 10. August 1946 in Malatya/Türkei, ist Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin. Aufgewachsen in Istanbul und Bursa hatte sie schon früh Kontakt zum Theater, das später eine zentrale Rolle in ihrem Leben einnimmt. 1965 kam sie erstmals nach West-Berlin. Zurück in Istanbul nahm sie von 1967 bis 1970 Schauspielunterricht und erhielt erste professionelle Rollen in Stücken von Bertolt Brecht und Peter Weiss. Nach dem Militärputsch in der Türkei 1971 mit Massenverhaftungen und Zensur ging Özdamar 1975 erneut nach Berlin und wurde Assistentin des Brecht-Schülers Benno Besson und des Regisseurs Matthias Langhoff an der Ost-Berliner Volksbühne. Ihre Arbeit führte sie weiter nach Paris und Avignon, dann von 1979 bis 1984 ans Bochumer Schauspielhaus unter der Intendanz von Claus Peymann. In diese Zeit fällt auch der Beginn ihres Schreibens mit dem 1982 erschienenen Theaterstück »Karagöz in Alemania«. Romane, Erzählungen und weitere Theaterstücke folgten. 1991 gelang ihr mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der literarische Durchbruch. Der ausgezeichnete Text war ein Auszug aus ihrem von der Kritik als bahnbrechendes, literarisches Ereignis gefeierten Romanerstling »Das Leben ist eine Karawanserei – hat zwei Türen – aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus«, der 1992 erschien. 1998 folgte ihr zweiter Roman »Die Brücke vom Goldenen Horn« und schließlich 2003 der Abschluss der Trilogie »Seltsame Sterne starren zur Erde. Wedding – Pankow 1976/77«. Drei große autobiografisch grundierte Romane, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde, darunter mit dem Walter-Hasenclever-Preis 1993, Adelbert-von-Chamisso-Preis 1999 und 2004 mit dem Heinrich-von-Kleist-Preis. Die Romane spielen in Istanbul und im geteilten Berlin. Sie erzählen über die Kultur und Gesellschaft der siebziger Jahre, über politischen Aufbruch wie über politische Repression und über die Freiheit des Theaters. Im vergangenen Jahr erweckte Özdamar erneut die Aufmerksamkeit der deutschsprachigen literarischen Öffentlichkeit mit ihrem sprachgewaltigen, fast 800 Seiten umfassenden Roman »Ein von Schatten begrenzter Raum«. Dafür erhielt sie den Bayerischen Buchpreis 2021, den Düsseldorfer Literaturpreis 2022 und den Schillerpreis 2022. Zudem stand das Buch auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022. Emine Sevgi Özdamar ist seit 2007 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und seit 2014 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Sie lebt in Deutschland, der Türkei und Frankreich.
Veröffentlichungen (Auswahl) •Karagöz in Alemania. Theaterstück. Verlag der Autoren 1982 (UA 1986 Frankfurt) •Mutterzunge. Erzählungen. Rotbuch-Verlag 1990 •Keloglan in Alemania, die Versöhnung von Schwein und Lamm. Theaterstück. Verlag der Autoren 1992 (UA 2000 Oldenburg) •Das Leben ist eine Karawanserei − hat zwei Türen − aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus. Roman. Kiepenheuer & Witsch 1992 •Die Brücke vom Goldenen Horn. Roman. Verlag Kiepenheuer & Witsch 1998 •Der Hof im Spiegel. Erzählungen. Kiepenheuer & Witsch 1998 •Noahi. Theaterstück. Verlag der Autoren 2001 (UA 2003 Frankfurt) •Seltsame Sterne starren zur Erde. Roman. Kiepenheuer & Witsch 2003 •Sonne auf halbem Weg. Die Istanbul-Berlin-Trilogie. Kiepenheuer & Witsch 2006 •Perikizi. Ein Traumspiel. Theaterstück, aufgeführt 2010 im Rahmen der Ruhrfestspiele. In: Theater Theater. Odyssee Europa. Aktuelle Stücke 20/10. Fischer Taschenbuch Verlag, 2010 •Ein von Schatten begrenzter Raum. Roman. Suhrkamp 2021
Auszeichnungen (Auswahl) 1991 Ingeborg-Bachmann-Preis 1993 Walter-Hasenclever-Literaturpreis 1999 Adelbert-von-Chamisso-Preis 1999 Preis der LiteraTour Nord 2001 Künstlerinnen-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen 2003 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 2004 Heinrich-von-Kleist-Preis 2009 Fontane-Preis, Akademie der Künste, Berlin 2010 Carl-Zuckmayer-Medaille 2012 Alice Salomon Poetik Preis 2021 Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim 2021 Bayerischer Buchpreis (Belletristik) 2022 Düsseldorfer Literaturpreis 2022 Schillerpreis der Stadt Mannheim 2022 Shortlist / Preis der Leipziger Buchmesse (Belletristik)
Der Georg-Büchner-Preis: Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an herausragende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Mehr unter http://www.buechnerpreis.de
Er wird finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Darmstadt.<<
LESUNG
Werkstattlesung vom VS
mit der Solinger Schriftstellerin Gudrun Tossing
Moderation: Matthias Rürup
3 als lesende Autoren*innen: Gudrun Tossing und Falk Andreas Funke und Pierre Treffler.
Tossing liest ein Kapitel aus einem noch unveröffentlichten Manuskript.
Diesmal geben Gudrun Tossing, Falk Andreas Funke sowie Pierre Treffler als Gast des VS Wuppertal Einblick in ihre noch unvollendeten bzw. unpublizierten Arbeiten. Das Publikum ist eingeladen, mit Kommentaren und Nachfragen am Prozess des Entstehens neuer literarischer Werke teilzuhaben.
Ort: ACHTUNG: Quartierräume
des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums
HIER: Zugang via Johannisberg 20
ACHTUNG: Eingang von der unteren – der B7 bzw. der Südstraße zugewandten – Gebäudeseite
Eintritt: Frei
Angeführt von ihrer Ergotherapeutin, besuchen die Bewohner der „Residenz Zentral“ einen idyllischen Reiterhof. Doch als Geißler, der ehemalige Heimleiter, plötzlich auftaucht, gerät alles durcheinander. Auf Kremserwagen geht es neuen Zielen entgegen. Eine bizarre Verfolgungsjagd beginnt – durchs Oderbruch in Richtung Polen.
Arche Literatur Verlag
Andrea Moster Kleine Paläste
Das Drama ist so alt ist wie die Menschheit: Wie können wir uns von den Eltern lösen und dennoch nicht vergessen, woher wir kommen? Andreas Moster erzählt zutiefst emphatisch und voll brillant-poetischer Sprachbilder von alten Verstrickungen und neuer Hoffnung.
Eine namenlose Erzählerin sammelt, ihren eigenen Tod durch einen Hirntumor vor Augen, in einem Stundenheft auf einem Friedhof Gedanken zum Leben, zum Sterben, dem Sein an sich.
Guy Helmingers packender Roman „Lärm“ über das Verschwinden eines Mannes ist ein faszinierendes, vielstimmiges Verwirrspiel rund um politische Verantwortung und Verantwortungslosigkeit, um Freundschaft und Verrat sowie die Suche nach einer Wahrheit, die sich für jeden Beteiligten anders darstellt.
Das »Café Exquisit« erscheint Jazzmusiker Tom Peter ideal, um den Abend in einer fremden Stadt ausklingen zu lassen. Doch der Zauber des alkoholgeschwängerten Abends verfliegt, als sich Tom und seine neuen Saufkumpane mit einer Horde Nazis konfrontiert sehen, die vor der Kneipe Stellung bezieht.
In ihrem Debüt-Roman blickt die aus Bulgarien stammende Journalistin Rayna Breuer auf die turbulenten Zeiten der Transformation. Sie begleitet die Bewohner der „Platte 317“ in Sofia auf ihren (Irr-)Wegen in Richtung einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft – oder das, was sie zu sein scheint.
Sie ist sechsunddreißig, als sich auf einen Schlag ihr Leben ändert. Zu ihren Eltern hatte sie schon lange ein schwieriges Verhältnis, doch jetzt erst drängt sich die in ihrer scheinbar vorbildlichen Familie erlittene sexuelle und psychische Gewalt zurück in ihr Bewusstsein. Auf diese Erkenntnis folgt eine Odyssee durch verdrängte Erinnerungen.
Was passiert, wenn Menschen wie aus dem Nichts ausflippen, weil sie die prekären Lebensbedingungen, die ihnen aufgezwungen wurden, mit denen sie tagtäglich konfrontiert sind, nicht mehr ertragen? Fünf Frauen suchen in Ursula Knolls Debütroman »Lektionen in Dunkler Materie« unkonventionelle Lösungen.
In seinem sprachlich fulminanten Romandebüt erzählt Carl-Christian Elze von einem fast erwachsenen Kind, das anders ist als die anderen, erzählt von Schuld, Verdrängung und dem unstillbaren Wunsch, ein anderer zu sein.
Es ist die Geschichte des Gastarbeiterkindes Giacomo in Mondolau, einem deutschen Kaff, dessen Einwohner sich nur wegwünschen Das oberste Gebot seiner Eltern ist: Nicht auffallen! Linda, eine junge Kriminalpolizistin, wird zur Ansprechpartnerin von Giacomo und seinen Freunden, als diese auf einem ihrer heimlichen Ausflüge einer Leiche begegnen.
Ein mutiges und äußerst gelungenes literarisches Abenteuer: Die juristisch versierte, pointierte und intellektuelle Durchdringung der Welt – versus … die Liebe. Paragraphen und Literatur fügen sich flott und dialogreich zu einem inspirierenden Anwalts- und Beziehungsroman.
Eine Liebes- und Entwicklungsgeschichte zwischen der Schweiz und Kirgistan, eine Reflexion über das Spannungsfeld von Natur, Technik und Selbstbehauptung. In seinem Debütroman verortet Oliver Hösli die Themen Ethik und Identität auf überraschende Weise.
»Es geht um die Assoziationskette, die da abläuft. Nicht die Traumreste, vergessen Sie mal vorübergehend Freud.« Mit seinem Roman über den Probanden eines Schlafexperiments erweist sich Jochen Schimmang einmal mehr als Meister einer nonchalanten Melancholie, als hintersinniger Chronist der Geschichte, deren teilnehmender Beobachter er ist.
Pommfritz, der »in Lachen ausbricht, wenn sich die Hölle auftut«, ist ein Antiheld, wie es in der Literatur nicht viele gibt, ein unglückseliges Monster.
Die beiden Pleitiers, der Beinahe-Kubaner Henri und der Viertel-Pole Lenin, haben endlich wieder einen Job. Für einen Berliner Clan sollen sie Schutzgeld erpressen. Den ersten Auftrag vermasseln sie. Der nächste führt sie nach Prag, entpuppt sich jedoch als Kamikazeeinsatz.
Ein Roadtrip auf Deutschlands Straßen mit drei ungleichen Freunden, die dem Paradies entkommen sind und im Vorhof der Hölle landen. Als Jacob und Maya von Jacobs Vater aus seinem Garten herausgeworfen werden, ahnen sie noch nicht, dass dies der Anfang vom Ende ist – vom Ende ihrer Beziehung, aber auch vom Ende der Welt.
In einer Stadt, die sich rasant zur Smart City wandelt, irren Figuren umher, die von der Leistungsgesellschaft abgehängt wurden. Diese Eindrücke lassen sich zu verschiedenen Erzählungen verknüpfen. Hier prallen Philosophie und Trivialliteratur, Drehbuch und Werbung, Poesie und Wahnwitz aufeinander.
Wenn ein Literaturwissenschaftler extra einen Verlag gründet, um einen Autor zu unterstützen und an dieser Zusammenarbeit mehr als 15 Jahre unbeirrt festhält, scheint entweder der Autor nicht so schlecht zu sein oder der Literaturwissenschaftler nicht so helle. Das entscheide, wer will.
Marie-Alice Schultz erza?hlt in »Der halbe Apfel« von ungewo?hnlichen Familienkonstellationen und modernen Lebensentwu?rfen, verbunden mit einer spielerischen und radikalen Selbstbefragung.
Max Neuheuser, verheirateter Familienvater und allmählich der Banalität des Alltags überdrüssig, erhält aus dem Nichts eine Reihe seltsamer Briefe – Verfasser unbekannt. Verzweifelt versucht er, dem unbekannten Schreiber aus der Einöde zu folgen und endlich mal irgendetwas zu erleben.
In ihrem Romandebüt analysiert Slata Roschal in Form einer Prosacollage den Identitätspluralismus einer Ich-Erzählerin, die als Russin mit jüdischen Wurzeln in Deutschland unter Zeugen Jehovas aufwuchs. Ein schonungsloses Buch voll bissigem Humor und sezierenden Alltags- wie Selbstbeobachtungen.
Sie sind jung, und sie heißen Heiko, Mandy, Jana oder Raik. Sie sind die Witzfiguren und die Arbeitstiere unserer Gesellschaft. Sie sind müde, sie sind wütend, sie rauchen. Doch sie leben jetzt. Aus ihren Feuern.
Können wir den Leuten trauen, zu denen wir uns hingezogen fühlen? Ein intensives, eindringliches und spannendes Debüt über weibliche Solidarität, den Klimawandel und das gefährliche Phänomen des Gaslightings.
kookbooks
Robert Stripling Unter Stunden Album I
Als schriebe man ›um die Erinnerung‹, ich meine kreisförmig, konzentrisch ›um die Erinnerung herum‹; eine unendliche Annäherung, sage ich, aus dem Wunsch nach Erlösung; als wollte man die Erinnerung erlösen.
LITIOTOPIA ist eine existenzielle und psychedelische Reise durch das seit Jahrhunderten ausgebeutete Bolivien und dessen Mythen. Ein Roman über die Kraft des Einzelnen, das Verlangen nach einer lebenswerten Zukunft und die Abscheulichkeit der Welt.
C. ist fort. Der Bus, der den Ich-Erzähler zu seinem Freund führen soll, scheint stillzustehen. Am Horizont schimmert eine Großstadt auf. Wird C. dort zu finden sein? „Sonnenstadt“ folgt einer Art (Alb-)Traumlogik, die in hypnotischer Sprache die Grenze von realem und wahnhaftem Geschehen verwischt.
Ein Lehrer und das Ganze: Schüler, die verunsichern, blasse Lehrpersonen und saftlose Vorgesetzte. Dieses (Ab)Bild von Schule ist ungewohnt. Wie dieser Mann sich der Welt gegenübersieht! Sein Schreiben und Leben ist Rebellion. Der Roman wird zu einer Abrechnung … aber auch Weltdurchleuchtung.
Wie Akrobaten fliegen Lilith und Otto am Trapez ohne Netz aufeinander zu, balancieren Lilith und Joe ihre Alltagsliebe aus, versuchen Joe und Otto, die Bälle in der Hand zu behalten. Am Ende muss jeder sein eigenes Gleichgewicht finden. Ein Roman über die Fragen von Intensität und Dauerhaftigkeit.
»Der Hausmann« ist ein unkonventioneller Roman. Er kombiniert traditionelle Erzählweisen mit graphischen, es gibt Chatprotokolle mit Emojis und Tagebucheinträge mit Grammatikhinweisen. Er zeichnet das Portrait eines Hauses, einer Stadt, einer Gesellschaft – einer Zeit, die sich noch wie das Jetzt anfühlt, aber schon bald verschwunden sein könnte.
Eine eindrückliche Beschreibung des weiblichen Körpers und seiner Transformationen und die Erkundung einer weiblichen Biografie von heute zwischen Berufstätigkeit und Familie, zwischen Leben und Kunst, Freundschaft und Gesellschaft. Ein hochpoetischer Text von großer Kraft und Aktualität!
Ein großer Roman über Weg- und Umbrüche und die Frage nach einem glücklichen Leben in einer aus dem Gleichgewicht geratenen Welt. „Regenbogenweiß“ ist ein Buch über Gleichheit und Glück, über die Notwendigkeit von Trauer, die fundamentale Bedeutung von Zeit und über Europa im Hier und Jetzt.
Luftschacht Verlag
Jchj V. Dussel Aus dem schlafenden Vulkan ausbrechen
Wir begleiten den non-binären Kopja, wie er aus dem von Ressentiments, Erniedrigungen und Körperfeindlichkeit strotzenden provinziellen Deutschland ausbricht, um sich auf die Suche nach Antworten auf die Zweifel an Körper, Geschlecht und Sexualität zu begeben.
Mit einem guten Gespür für Dialoge und Details erzählt Lisa Kreißler in ihrem neuen Roman SCHREIE & FLÜSTERN von einer Wirklichkeit im Wandel und davon, wie wichtig es ist, den eigenen Gefühlen zu vertrauen.
Die ungleichen Brüder Kyle und Raven sind stets auf der Flucht. Als sie die Grenze zum Verbotenen Land überschreiten, treten ihre magischen Kräfte zutage. Auf der Akademie von Lunaris sollen sie lernen, ihre Magie zu kontrollieren. Doch bald schon nehmen düstere Prophezeiungen Gestalt an …
Der ehemalige Zivildiener Ivan stirbt bei einem Unfall während eines Wiederaufbauprojekts in Rumänien. Sein Kumpel Pich will herausfinden, wie Ivan in den letzten Jahren gelebt hat. Als Ivans Schwester Ivanka auch nach Rumänien kommt, beginnen die beiden eine gemeinsame Reise durch das Land.
Beim Familienurlaub auf einer Insel mitten in der Baltischen See verschwindet plötzlich der kleine Leon. Herbert H. Beckmann zeichnet das Psychogramm einer zerrütteten Beziehung in einer Atmosphäre unerklärlicher subtiler Bedrohung. Sprachlich genau erzählt er mit stetig steigender Spannung.
Julia und Franziska sind eineiige Zwillinge. Die eine ist das Abbild der anderen, Spiegelbilder, die Verwirrung stiften und in der Wahrnehmung Unsicherheit auslösen. Urs Berner schildert einfühlsam und hinreissend die Lebensgeschichte von eineiigen Zwillingen, das Auf und Ab mit all seinen Spiegelungen.
„Rechermacher“ erzählt die Familiengeschichte von August Rechermacher, die viele Jahre europäischer Geschichte umspannt und vom „Grasland“ des Salzburger Flachgaus am Anfang des 20. Jahrhunderts in die Kasernen des Bundesheeres und der Wehrmacht führt – ein Roman gegen das Vergessen und für die Zumutung des Erinnerns.
Periplaneta
David Wonschewski Blaues Blut Eine Biedermeiersehnsucht
Agententhriller, Entwicklungsroman, Psychogramm. Ein literarisches Kammerspiel mit digitalen Inhalten und einem exklusiven Soundtrack von Liedermacher Christoph Theussl, abrufbar über QR Codes.
Ein Plädoyer gegen die Herabwürdigung und Reduzierung einer Person auf ein »Defizit«, ein literarisch großartiger Roman ohne jegliche Kategorisierung, geprägt von Respekt und Zuneigung.
pinguletta Verlag
Karin Lassen Die Spuren der Kriegskinder Sei tapfer im Leben!
Schauplatz Ludwigshafen/Rhein. Im Mai 1939 kommt Ilse Oehler zur Welt. Ihre ersten Lebensjahre: geprägt von Bombenangriffen, Fliegeralarm und Nächten im Bunker. Ihr Elternhaus: pflichtbeflissen und schweigsam. Und so beginnt für die lebenslustige junge Frau ein verzweifelter Kampf um Liebe, Anerkennung, Selbstbestimmung und ein bisschen Freiheit.
Karl Rühmanns dritter Roman handelt von Täuschung, Enthüllung und der obsessiven Suche nach Wahrheit. Protagonist Felipe ten Holts Begabung, sich mit besonderer Mühelosigkeit zwischen Sprachgrenzen zu bewegen, verrät viel über das manipulative Potenzial von Sprache.
Mal melancholisch, mal skurril erzählt Kasper Behm die Geschichten von fünf Männern – zwei Großväter in zwei Kriegen. Ein Vater mit Kind und ein Vater ohne Kind. Und ein Sohn, der glaubt, einen Vater zu haben, der dann aber ein anderer ist. Fünf Männer, deren Geschichten die Herkunft eines Kindes bestimmen und dann auf den Kopf stellen.
„Und hat es Spaß gemacht?“ „Was?“ „Den Mörder zu spielen.“ Der Kommisar mustert mich.
„Mein Leben als Serienmörder“ ist ein rasant-lakonischer Roman über die Frage, welche Abgründe man vor sich selbst verborgen halten kann – atmosphärisch und fesselnd, zugleich voller Ironie und Humor.
Annika Büsing erzählt in ihrem Debütroman so unsentimental wie berührend eine herzzerreißende und berauschend lebensbejahende Liebesgeschichte über alte Narben und den Mut, neue hinzuzufügen.
Die späten 1960er Jahre in Frankfurt sind politisch und gesellschaftlich turbulente Zeiten, in denen alte Gewissheiten ins Wanken geraten. Erst recht für Mahtab, die ein Jahrzehnt zuvor mit ihrem Mann und ihren drei Kindern aus Iran eingewandert ist.
Lews und Swetlanas Leben: eine Revolution, zwei Terrorregime und eine lange, erfüllte Beziehung. Ein Historiker sucht den bereits betagten Lew in Moskau auf, um ihn nach seiner Haft im Gulag zu befragen. Doch eher er sein Interview beginnen kann, sitzt er mit ihm im Zug nach Petschora, wo sich das Lager befand und ein guter Freund wartet.
Auf drei Zeitebenen erzählt Renate Sattler von Aus- und Einwanderung, Inbesitznahme und Verdrängung in Gegenwart und Geschichte. Sie führt zurück bis zur Gründung der englischen Kolonie in Virginia. Auf der Spur von Malines Großonkel folgt sie der Auswanderung aus Deutschland in die USA im 19. Jahrhundert.
Roland Grohs erzählt kurzweilig und manchmal auch melancholisch von ganz normalen Menschen, die mit beiden Beinen felsenfest in der Luft stehen. Von jungen Leuten, die sich zwischen unbefriedigenden Verhältnissen und zuweilen zweifelhaften Vergnügungen durchfretten, und von einem alten Herrn, der es wagt, noch einen Traum zu haben.
Seine große Liebe hat das Land verlassen, den verhassten Job ist er los, die früheren Freunde überhäufen ihn mit Schimpfworten. Francesco aber nennt ihn »Boy« und nimmt ihn im maulbeerfarbenen Cayenne seiner Mutter mit nach Frankreich. Sie sind Anfang zwanzig und auf Koks. Ihre Reise hat ein surreales Ziel.
Das Tagebuch eines Totengräbers auf der Suche nach der wahren Liebe. Wird er sie finden oder bleibt sie für immer unerreichbar? „Warum klingt alles, was ich schreibe, wie der Versuch eines völlig missglückten Liebesromans?“
Die siebzehnjährige Katharina ist Anfang der 1970er Jahre in einer geschlossenen Einrichtung für Jugendliche untergebracht. Sie wurde straffällig. Mindestens einmal pro Woche muss sie mit einem Psychiater sprechen, um die Hintergründe ihres Deliktes zu ergründen. Erstaunlicherweise gelingt es ihr dabei, dem Arzt »ihre« Gesprächsregeln aufzuzwingen.
Martin Gross hat ab 1998 für EU-russische Kooperationsprojekte gearbeitet – und deren Scheitern miterlebt. Teilnehmend-mitfühlend erzählt sein Roman vom sibirischen Alltag einer krisengeplagten Bevölkerung während des Umbruchs von Jelzin auf Putin und der Abkehr vom „Westen“.
In ihrem Roman »abspenstig« erzählt Birkhan von der Ermächtigung einer jungen Frau und erkundet dabei den Raum zwischen Realität und Imagination, Diesseits und Jenseits sowie Mensch und Tier.
VERLAG VOLAND & QUIST
Noemi Somalvico Ist hier das Jenseits, fragt Schwein
»Ist hier das Jenseits, fragt Schwein« erzählt vom Glück Verbündete zu finden. Von Fernweh und der Sehnsucht nach dem Bekannten. Vom Diesseits, vom Jenseits und den wunderlichen Weiten dazwischen.
»Lern was, werde was. Haben meine Brüder schon probiert. Hat nicht geklappt.« In seinem intensiven, berührenden neuen Roman erzählt Patrick Findeis von Freundschaft und Verrat, von großen Träumen und der Hoffnung, das Leben könnte ein Stück weit besser sein, als man für möglich hält.
Als vaterlose Kinder deutscher Mütter und amerikanischer Soldaten identifizieren sich Christian und seine drei Freunde auf tragikomische Weise mit dem Land ihrer abwesenden Väter. In starken szenischen Bildern erzählt Vier halbe Amerikaner von einer Reise, vom „echten Leben“ und dem Ergründen der eigenen Identität zwischen Hessen und den USA.
Cüsters ist etwas ganz Großes gelungen, denn dieser Blick auf Schule ist radikal anders, ganz neu … und literarisch sehr anspruchsvoll. Das Buch wird am 15. Juni 2022 im KUUUK Verlag mit 3 U erscheinen.
Worum geht es, im Kern?
Ein (ungewöhnlicher) Englisch- und Sport-Lehrer, der als J oder Johannes und in weiteren Variationen auftritt, wirft den Blick auf das Ganze. Sein Kopf ist voller Wissen, betankt mit der Vielfalt kluger Bücher. Zudem leitet er die Theatergruppe. Es tauchen Schüler auf, die verunsichern. Dazu blasse Lehrpersonen und saftlose Vorgesetzte. Das Bild von Schule wird hier vollkommen ungewohnt gezeichnet. Nach und wird klar, wie dieser Mann sich der Welt gegenübersieht, aber sein Ich auch mehr und mehr vom „normalen“ Alltag abtrennt. Das ist eine Art von Rebellion. Seine Zweifel an allem Geschehen, die genaue Beobachtung von Menschen, das stete Verarbeiten, dazu immer wieder sein scharfer Blick auf unterschiedlichste Themen, machen diesen modernen Roman, genauer: diesen romanartigen Bericht, zu einer Form von Abrechnung, zugleich aber auch Weltdurchleuchtung. Johannes hadert mit dem Organismus Schule. Er gerät vielfach in Konflikte mit dem System … und dem Ablauf des Lebens überhaupt. Es tauchen auch mehrere Frauen auf: Barbara, Maria, Carmen, der Mix von Anziehung, Liebe, Abstoßung, losen Gefühlen. Und Gestalten, die das Leben auf seltsamen Wegen bestreiten. Darunter: der Obdachlose, der Großkotz, die Angepassten. – „Schule aus“ schöpft aus langen Schul-, Lebens- und Lesejahren. Aufregend, wütend, zweifelnd, weitsichtig.
Der Autor Claus Küsters wurde noch im Zweiten Weltkrieg – 1942 – im rauchigen Duisburg geboren. Zog mit den Eltern dann nach Essen, wo er Abitur machte, um darauf in Bonn und Köln Englisch, Dipl. Sportl., Literatur und Kunstgeschichte in vollen Hörsälen zu studieren. Danach wollte er ins Grüne – Umgebung bei Pforzheim –, wo er als Gymnasiallehrer dreißig lange Jahre seine Fächer unterrichtete. Dann pensionierte er sich vorzeitig. Zur Zeit schreibt und malt er anderer und sein Leben. Das Erstere ist das Interessantere.
Der Autor Claus Küsters, Foto: Fotostudio Weiß, Bad Herrenalb
Moni Folz hat schon 3 Bücher geschrieben, die alle mit …kröt! zu tun haben. PAPPERLAKRÖT! und VERMALEKRÖT! und KOKOLOKRÖT!, aber ja! Es ist also eine Buchreihe. Da ist der Kobold Theodor, eigentlich wohnhaft in Untenwelt, der sich aber gegen böse Mächte zur Wehr setzen muss und deshalb in die Obenwelt gelangt und Kontakt zu den Menschen bekommt. Da wäre zum Beispiel Theresa, die Schülerin. Es gibt eine Menge Verwicklungen in alledem, seltsame Gestalten, uns unbekannte Tiere. Man denke an ein Flederschwein oder den Ipmul. Moni Folz schreibt voller Phantasie und mit vielen Ideen. Abenteuer, aber eben auch Freundschaft, darum geht es immer. Die Nils-Nager-Clubzeitung, herausgegeben von der Rheinpfalz, hat in der Frühjahrsausgabe einen Tipp zu dem BAND 3 veröffentlicht.
Bitte lesen Sie die Frühjahrausgabe der Clubzeitung zu NILS NAGER, herausgegeben von der RHEINPFALZ, darin ein Lesetipp zum Buch KOKOLOKRÖT! von Moni Folz.
NILS NAGER Hier die Clubzeitung, der Titelkopf
BITTE LESEN SIE DEN GANZEN BUCHTIPP in der Nils-Nager-Clubzeitung Frühling 2022.