EIN VERLAG FÜR NEUES UND UNGEWOHNTES UND IRDISCHES. "Buchauf!", das wäre und ist der "Claim" vom KUUUK VERLAG mit 3 U! (Und das gilt zusätzlich für E-Books: "E-Book auf!" = READER AN!)
Der mit 5000 Euro dotierte Preis der Hotlist geht 2025 an den März Verlag in Berlin für den Roman „Die Liebe vereinzelter Männer” von Victor Heringer, aus dem brasilianischen Portugiesisch übersetzt von Maria Hummitzsch .
„Es gibt Romane, die verändern, wie wir Geschichten lesen. Die Liebe vereinzelter Männer von Victor Heringer ist ein solcher Roman. Der März Verlag aus Berlin verdient großes Lob dafür, diesen außergewöhnlichen Roman mit feinem literarischem Gespür und großer Sorgfalt dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht zu haben. Die Übersetzerin Maria Hummitzsch hat Heringers Sprache mit beeindruckender Sensibilität übertragen“, so die Jury in ihrer Begründung.
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Jurybegründung:
Es gibt Romane, die verändern, wie wir Geschichten lesen. Die Liebe vereinzelter Männer von Victor Heringer ist ein solcher Roman.
Victor Heringer, dieser „rastlose Multimedia-Künstler“, wie ihn die brasilianische Kritik nannte, war eine der vielversprechendsten Stimmen seines Landes. Sein früher Tod 2018, nur drei Wochen vor seinem dreißigsten Geburtstag, macht sein Werk umso kostbarer. In Die Liebe vereinzelter Männer zeigt sich seine ganze erzählerische Kraft: Der Roman ist eine prägnante Gesellschaftsanalyse, eine poetische Reflexion über kollektives Trauma und zugleich eine intime, queere Coming-of-Age-Geschichte.
Was die Jury besonders überzeugt hat, sind die radikale Formfreude und die erzähltechnische Brillanz dieses Romans. Heringer experimentiert mit Form und Genre, setzt Listen, Fotos und Abbildungen ein, ohne dass der Text je gekünstelt wirkt. Die Kapitel sind kurz und präzise. Sie ziehen uns hinein mit einer stetigen Suchbewegung – nach Freundschaft, nach Zugehörigkeit, nach einer Sprache für das Unsagbare. Zeitebenen verschränken sich, Brüche entstehen und eröffnen neue Bedeutungsräume. Dabei bleibt die Erzählung stets elegant und zugänglich.
Die Körperlichkeit des Textes, die sinnliche Sprache, mit der Heringer Nähe und Distanz, Begehren und Gewalt beschreibt, ist von besonderer Intensität. Der Roman entfaltet eine erzählerische Wucht, die uns nicht loslässt. Dabei erzählt dieser Roman nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte über die Gewalt der Geschichte selbst – und darüber, wie Liebe trotzdem möglich ist. Er zeigt uns, dass kollektive Traumata aus individuellen Schrecken bestehen, dass selbst im Hass eine zarte Hand liegen kann und dass Literatur ein Ort ist, an dem Verletzlichkeit und Schönheit sich begegnen.
Der März Verlag aus Berlin verdient großes Lob dafür, diesen außergewöhnlichen Roman mit feinem literarischem Gespür und großer Sorgfalt dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht zu haben. Die Übersetzerin Maria Hummitzsch hat Heringers Sprache mit beeindruckender Sensibilität übertragen – und dabei selbst die komplexesten Sprachspiele und poetischen Brüche zum Strahlen gebracht.
Wir gratulieren herzlich zum Preis der Hotlist 2025
Lukas Hermann (Buchhandlung readymade), Gelsenkirchen
Wolfgang Paterno (Magazin Profil), Wien
Katia Schwingshandl (Magazin Buchkultur), Wien
Lydia Zimmer (Literaturvermittlerin, Gründerin von Literaturecho und Die Welt lesen.
Der Buchclub), Basel
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Den Dörlemann ZuSatz erhält der Verlag Friedrich Mauke in Weimar für den Roman „Donezk Girl“ von Tamara Duda (übersetzt von Annegret Becker, Lukas Joura und Alexander Kratochvil) und damit einen Satzkosten-Gutschein im Wert von 1.500 Euro.
„Der Dörlemann ZuSatz 2025 geht an ein Buch, das mit Klarheit und Empathie erzählt, was in Europa auf dem Spiel steht – und an einen Verlag, der solche Stimmen mit Sorgfalt und Engagement zu uns bringt”, fasst die Jury in ihrer Begründung zusammen.
Am Freitag, 17.10.2025, ab 21 Uhr, Literaturhaus Frankfurt: Verkündung der Gewinner.
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AKI-Verlag (Zürich) Kate Zambreno: Drift Roman (Ü: Dorothee Elmiger) ISBN: 978-3-311-35018-7
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Alexander Verlag (Berlin) Vincenzo Cerami: Ein ganz normaler Bürger Roman (Ü: Esther Hansen) ISBN: 978-3-89581-620-8
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Literaturverlag Droschl (Graz) Gustavo Faverón Patriau: Unten Leben Roman (Ü: Manfred Gmeiner) ISBN: 978-3-99059-191-8
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edition fotoTAPETA (Berlin) Victoria Amelina: Blick auf Frauen den Krieg im Blick Literarische Reportage (Ü: Steffen Beilich, A ndreas Rostek) ISBN: 978-3-949262-51-7
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März Verlag (Berlin) Victor Heringer: Die Liebe vereinzelter Männer Roman (Ü: Maria Hummitzsch) ISBN: 978-3-7550-0039-6
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Satyr Verlag (Berlin) Lea Streisand, Michael Bittner, Heiko Werning (Hg.): Sind Antisemitisten anwesend? Satirische Anthologie ISBN: 978-3-910775-18-3
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Septime Verlag (Wien) Philip Krömer: Kumari Roman ISBN: 978-3-99120-059-8
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Steidl Verlag (Göttingen) Çiğdem Akyol: Geliebte Mutter – Canım Annem Roman ISBN: 978-3-96999-402-3
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Verlag Friedrich Mauke (Weimar) Tamara Duda: Donezk Girl Roman (Ü: Annegret Becker, Lukas Joura, Alexander Kratochvil) ISBN: 978-3-948259-12-9
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Voland & Quist (Berlin) Béla Rothenbühler: Polyphon Pervers Roman (Ü: Uwe Dethier) ISBN: 978-3-86391-446-2
A ist oben. Z ist unten. Von A bis Z. QUELLE: hotlist-online.com
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AKI-Verlag (Zürich) Kate Zambreno: Drift Roman (Ü: Dorothee Elmiger) ISBN: 978-3-311-35018-7
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Alexander Verlag (Berlin) Vincenzo Cerami: Ein ganz normaler Bürger Roman (Ü: Esther Hansen) ISBN: 978-3-89581-620-8
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Alfred Kröner Verlag (Stuttgart) Becky Manawatu: Aue Roman (Ü: Jana Grohnert) ISBN: 978-3-520-63001-8
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Argument Verlag mit Ariadne (Hamburg) Sara Paretsky: Wunder Punkt Krimi (Ü: Else Laudan) ISBN: 978-3-86754-281-4
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Berenberg Verlag (Berlin) Ulrich Rüdenauer: Abseits Roman ISBN: 978-3-949203-94-7
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Chinabooks (Uitikon Waldegg) Wu Shi-Hung: OKEN – Geburt eines Dichters Graphic Novel / Manhua (Ü: Marc Hermann) ISBN: 978-3-03-887028-9
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CulturBooks (Hamburg) Dahlia de la Cerda: Reservoir Bitches Roman in Storys (Ü: Johanna Malcher) ISBN: 978-3-95988-245-3
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DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS (Berlin) Bruno Frank: Lüge als Staatsprinzip Essay ISBN: 978-3-946990-84-0
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Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung (Mainz) Alda Merini: Die schönsten Gedichte schreibt man auf Steine Lyrik (Ü: Christoph Ferber) ISBN: 978-3-87162-119-2
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Literaturverlag Droschl (Graz) Gustavo Faverón Patriau: Unten Leben Roman (Ü: Manfred Gmeiner) ISBN: 978-3-99059-191-8
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edition fotoTAPETA (Berlin) Victoria Amelina: Blick auf Frauen den Krieg im Blick Literarische Reportage (Ü: Steffen Beilich, A ndreas Rostek) ISBN: 978-3-949262-51-7
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Eisele Verlag (München) Miguel Bonnefoy: Der Traum des Jaguars Roman (Ü: Kirsten Gleinig) ISBN: 978-3-96161-266-6
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Elfenbein Verlag (Berlin) Simon Raven: Die Überlebenden Roman (Ü: Sabine Franke) ISBN: 978-3-96160-019-9
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Engeler Verlage (Schupfart) Mara Genschel: Midlife-Prosa Performative Erzählungen ISBN: 978-3-907369-39-5
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hochroth Verlag (München) Lea Schneider (Hg.): Alternative Archive Acht Gedichtgespräche ISBN: 978-3-949850-61-5
»Wildnisarbeit« ist ein poetischer Essay, der das Nature Writing auf seine Grundvoraussetzung zurückführt: die Einheit von Ort, Schreiben, Tun. Dabei begegnet Jan Röhnert Menschen und Werken, in denen das Tun Hand in Hand geht mit dem Schreiben von dem, was sich nur im Offenen ereignet.
Florbela Espancas autobiografische Poesie steht für den weiblichen Aufbruch im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Catrin George Ponciano erzählt von Leben und Werk der unangepassten Dichterin und verknüpft ihr Porträt mit deren Lyrik – im Original wie in deutscher Übersetzung.
Es ist längst nicht mehr der rechte Revisionismus, der die Tagespresse beherrscht, und es sind mehrheitlich auch nicht mehr die Ewiggestrigen, die den singulären Charakter der europäischen Judenvernichtung wirkmächtig in Zweifel ziehen oder leugnen. Das Geschäft des Revisionismus wird heute vielmehr von linken Aktivisten besorgt.
Konservative Lebenseinstellungen und Programme verlieren zunehmend ihre gestalterische Kraft. Verbitterung führt zu wachsender Skepsis und Ablehnung gegenüber demokratischen Institutionen und Akteur:innen. Claudia Salowski sucht nach Ansätzen, die die gesellschaftliche Mitte wirkungsvoller und demokratischer gestalten.
Tabea Steiner legt nach zwei erfolgreichen Romanen einen Band mit Texten vor, die in den Jahren 2016 bis 2024 entstanden sind. Ausgehend von familiären Herkunftslinien, von Räumen oder Erinnerungen gestaltet sie Zusammenhänge zwischen individuellen Wahrnehmungen und den Gegebenheiten unserer Lebenswelt.
Franken Verlag
Adrià Pujol Cruells; Matthias Friedrich (Übersetzer)
Mit viel Witz schreibt Adrià Pujol Cruells eine Stadtbeschimpfung, wie sie nur der Befremdung eines Kleinstädters geschuldet sein mag, den es in die Großstadt verschlagen hat – motiviert von der Frage: Wie viel von dem, was das Tourismusmarketing über Barcelona erzählt, stimmt eigentlich? Spoiler: Nicht viel.
FOMO SAPIENS beleuchtet mit ehrlichem Realismus und vorsichtigem Optimismus die Herausforderungen unserer Zeit von Weltschmerz und Quarterlife-Crisis bis hin zu ethischen Fragen. In 34 kurzen Essays liefert es inspirierende Perspektiven und konkrete Ansätze, um trotz Krisen persönliches Glück zu finden und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.
Während zahlreicher Aufenthalte in Nationalparks und anderen Orten großer natürlicher Schönheit entstanden Leonhard F. Seidls Erzählungen und Essays. In ihnen verwebt er die Geschichten der jeweiligen Regionen mit seinen eigenen Erlebnissen und Empfindungen. Erstmals erscheinen Seidls Nature Writing-Texte gesammelt in einem Band.
KUUUK Verlag mit 3 U
Franziska Jans
Tagebuch einer Schiffsreise mit dem Norddeutschen Lloyd von Genua bis nach China und Japan 1913
Krefelder Witwe schreibt über eine frühe Art von Kreuzfahrt auf dem Reichspostdampfer „Prinz Ludwig“
Kreuzfahrt im Stil 1913. Mutter (57) und Tochter (25) machen sich in die große Ferne auf. Wir verfolgen in diesem Reisetagebuch Stationen einer NDL-Schiffsreise wie Genua, Neapel, Port Said, Suezkanal, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Schanghai, Tsingtau, Kobe, Yokohama. Dazu Landausflüge.
Neue Deutsch-Französische Jahrbücher
Jean-François Lyotard; Moritz Herrmann (Übersetzer)
Im Anschluss an Kants »Kritik der Urteilskraft« entwickelt Lyotard in »Gescheit im Widerstreit« maßgeblich eine Theorie der Singularität als einer Besonderheit, die keiner bestehenden Allgemeinheit subsumiert wird, sondern in ihrem Entstehen, ihre eigene Allgemeinheit überhaupt erst setzt.
„Reden an die Friedenswunschwelt“ ist ein sprachgewaltiger Band, der unsere Utopien ernst nimmt – bis zur letzten Konsequenz. Wer sich in der dieser Welt wohlfühlt, wird dieses Buch hassen.
Im Winter 1993/1994 herrschen in Serbien Isolation und Rezession infolge der Sanktionen gegen das Milosevic-Regime. Obwohl die Zeiten hart sind, streift der Autor täglich durch Belgrad, notiert seine Beobachtungen und was die Leute ihm von sich erzählen. Es entsteht das Tagebuch eines Winters, eine Liebeserklärung an Belgrad und seine Menschen.
Bela Winkens schreibt an ihre Mutter, die im KZ Auschwitz ermordet wurde. Sie erzählt ihr von ihrer Kindheit, ihren Erinnerungen an das KZ Theresienstadt, das sie als Vierjährige überlebte, und wie sie als Überlebende mit dem Schmerz und der Trauer im Laufe ihres Lebens umzugehen gelernt hat.
Bruno Frank hat „Lüge als Staatsprinzip“, eine leidenschaftliche Abrechnung mit Hitler und seiner Politik, wenige Monate vor Ausbruch des Weltkrieges verfasst. Aber der Text wurde nie gedruckt. Nun erscheint „Lüge als Staatsprinzip“ im Verlag Das Kulturelle Gedächtnis zum ersten Mal: Ein Fund aus den Archiven, der uns Einiges zu sagen hat.
Urgroßvater (*1957) und Urenkelin (*2057) erzählen aus ihren Welten zwischen erlebter Gegenwart und vorweggenommener Realität, künstlicher Intelligenz und Aufbruch zum Mars. Was wird unter Science-Fiction und was unter Realität einzuordnen sein?
Takt: Im Dauerfeuer der sozialen Medien verwandeln sich die Menschen immer mehr zu exhibitionistischen Monaden. Martin Scherer empfiehlt dagegen die alte Tugend eines taktvollen Umgangs miteinander.
Es gibt die große Ausgabe mit 550 Seiten, und es gibt die kleine Ausgabe, die Basisausgabe, mit 206 Seiten. Letztere ist billiger und kompakter. Die große Ausgabe liefert dagegen Register und Verzeichnisse, also viele, viele Zusatzinformationen. Die Basisausgabe gibt es seit dem 25.6.2025 bereits als E-Book für 8,99 Euro in Deutschland und in Österreich. Die Basisausgabe als Papierbuch erscheint einige Tage später, am 4.7.2025, und wird 14,– Euro in Deutschland kosten.
Es waren Mutter (57) und Tochter (25), die sich im April 1913 von Krefeld aus in die große Ferne aufmachten. Wir verfolgen in diesem Reisetagebuch klassische Stationen einer Schiffsreise wie Genua, Neapel, Port Said, Suezkanal, Suez (Port Tawfiq), Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Schanghai, Tsingtau, Kobe, Yokohama. Wir lernen vieles über den Schiffsalltag, Seekrankheit, Stürme, Hitze, Bordspiele, Kontakte, Titanic-Untergangs-Ängste, Nebelhörner, ja, auch Langeweile.
Die de facto gemischte Passagier-Ziel-Fahrt und frühe Art von Kreuzfahrt auf dem NDL-Schiff und Reichs-Post-Dampfer „Prinz Ludwig“ führte die zwei Frauen auch nach Tsingtau (heute Qingdao) in China – damals eine besondere Art von deutscher Kolonie, wo die andere Tochter, Ida, mit ihrem Ehemann Karl Ebers (er betrieb eine Albumin-Fabrik) und zwei Kindern lebte. In Yokohama, Endstation, wird das Dampfschiff der Hinreise dann aber endgültig verlassen. Es folgt nach den Japan-Erkundungen später auch noch eine Zugfahrt der zwei Frauen bis nach Peking. Das Tagebuch-Ende ist Anfang Juli 1913.
Das vorgefundene Tagebuch wurde befragt, dezent korrigiert und mit vielen kurzen Zusatzangaben versehen. Achtung: Hier handelt es sich um die Basisausgabe. Das bedeutet: Die beschreibenden Orts- und Personenverzeichnisse kommen (anders als in der auch als Buch erhältlichen 550-Seiten-Großausgabe) nicht hinzu. Ebenso fehlen hier das ausführliche Nachwort des Herausgebers, die stichwortartige Beschreibung des gesamten Reiseverlaufs, eine Liste der Wortschreibungen, der Kurz-Überblick zur Familie Bermbach und die Literaturangaben. – Diese Basisversion ist aber deutlich billiger: Lesende haben mit der Basisausgabe das reine Tagebuch (samt einigen hilfreichen Anmerkungen) zum entspannten Wegträumen in ein anderes Jahrhundert des touristischen Reisens.
Tagebuch einer Schiffsreise mit dem Norddeutschen Lloyd von Genua bis nach China und Japan 1913
|___Reisetagbuch von 1913___|
Krefelder Witwe schreibt über eine frühe Art von Kreuzfahrt auf dem Reichspostdampfer „Prinz Ludwig“
Tagebuch einer Schiffsreise 1913 mit dem Norddeutschen Lloyd auf dem Dampfschiff (Reichspostdampfer, kurz RPD, kurz auch R.-D., Passagierschiff und zugleich irgendwie auch eine Art von einem damaligen Kreuzfahrtschiff) „Prinz Ludwig“ bis nach China und Japan, via Genua, Neapel, Mittelmeer, Port Said, Suez (Port Tawfiq), Suez-Kanal, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Shanghai, Tsingtau, Kobe/Hyogo, Yokohama, von dort per Landweg z. B. nach Tokio, Myanoshita, Ojigoku, Atami, Kamakura, Nikko, Kyoto, Nara, Kobe, wieder Tsingtau, von dort nach Tsinanfu, Tientsin, Peking, (von) dort (ausgehend) Himmelstempel, große Mauer, Trommelturm, Gelber Tempel, Sommerpalast, und, und, und … Minggräber, wieder Tientsin, Schiff, und wieder nach Tsingtau, usw. usf. … usw. usf. Es folgten also auch noch etliche Reiseteile im Land, sowohl in Japan als auch in China. Mit dem Zug und auch über die Berge, getragen auf Sänften bzw. Tragesesseln. Zusätzlich gab es Ausflüge an den Schiffs-Anlande-Orten der Linienfahrt des Schiffes „Prinz Ludwig“.
Direkt-Link zur Web-Page-Site bei KUUUK für dieses Tage-Buch zur Schiff(s)reise 1913 von Genua nach Japan und China.
Erscheint am 7. März 2025, als PAPIERBUCH. und am 14. März 2025 als E-BOOK.
Es waren Mutter (57) und Tochter (25), die sich im April 1913 von Krefeld aus in die große Ferne aufmachten. Wir verfolgen in diesem Reisetagebuch klassische Stationen einer Schiffsreise wie Neapel, Port Said, Suezkanal, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Schanghai, Kobe. Wir lernen vieles über den Schiffsalltag, Seekrankheit, Stürme, Hitze, Bordspiele, Kontakte, Titanic-Untergangs-Ängste, Nebelhörner, ja, auch Langeweile.
Dazu die vielen Exkursionen in für die zwei Frauen oft sehr exotischen Orte. Die de facto gemischte Passagier-Ziel-Fahrt und Kreuzfahrt auf dem NDL-Schiff und Reichs-Post-Dampfer „Prinz Ludwig“ führte die zwei Frauen auch nach Tsingtau (heute Qingdao) in China – damals eine besondere Art von deutscher Kolonie, wo die andere Jans-Tochter, Ida, mit ihrem Ehemann Karl Ebers (er betrieb eine Albumin-Fabrik) und zwei Kindern lebte. In Yokohama, Endstation, wird das Dampfschiff der Hinreise dann aber endgültig verlassen. Es folgt nach den Japanerkundungen später auch noch eine Zugfahrt der zwei Frauen bis nach Peking. Das Tagebuch-Ende ist Anfang Juli 1913. Die vorliegende Version ist die erste Veröffentlichung dieses im Nachlass aufgetauchten Tagebuches. Das Werk wurde intensiv befragt, dezent korrigiert, kommentiert und mit etlichen Querverweisen und Zusatzangaben versehen. Die beschreibenden Orts- und Personenverzeichnisse kommen hinzu. Ein ausführliches Nachwort des Herausgebers bietet weitere Informationen.
DAS PROMENADENDECK VOM SCHIFF „PRINZ LUDWIG“ SAH SO AUS. – Am Samstag, 12.5.1906, LIEF DAS SCHIFF FEIERLICH VOM STAPEL, GEBAUT VON DER AG „VULCAN“, ABER DER VULCAN IN STETTIN. – Das Schiff wurde nach dem I. Weltkrieg (das Schiff „Prinz Ludwig“ verharrte für diese Zeit in Bremerhaven) von den Briten als Kriegsbeute 1918 beschlagnahmt. Man transportierte nun Truppen damit. Später hieß der gute, alte Reichspostdampfer (und zugleich auch ein Passagier- und gewiss auch eine Art von Kreuzfahrtschiff) „PRINZ LUDWIG“ sogar neu „ORCADES“. – Am 20.9.1924 war das Dienstende des Schiffes. Das Abwracken des Schiffes geschah 1925 in Bremerhaven. – Das nahezu identische Schwesternschiff war „PRINZ EITEL FRIEDRICH“, dieses war schon 1904 gebaut worden, es wurde erst 1934 abgewrackt. Schiff-Namensgeber Ludwig war aus Bayern (der letzte Wittelsbacher im Herrscher-Amt! Prinzregent, 1912–1913, und letzter König von Bayern, 1913–1918), während Schiff-Namensgeber Prinz Eitel Friedrich von Preußen aus dem Kaiserhaus (Hohenzollern) kam, als 2. Sohn von Kaiser Wilhelm II. – Kaiser wurde er aber (als Zweiter) und wegen Kriegsniederlage und Zwangs-Abdankung des Vaters nicht.
Franziska Jans, geboren am 1.6.1855, als Franzisca Henriette Bermbach, im Haus Sachsenhausen 23, in Köln – als Franzisca mit c laut Eintrag Geburtsurkunde. Gestorben 1926 in Krefeld, aber als Franziska mit k, zumindest laut Eintrag Sterbeurkunde. – Ihr Onkel war ein Mitglied der Paulskirchenversammlung gewesen, kam in Haft und hatte bei dem „Kölner Kommunistenprozess“ 1852 eine Mittlerrolle zu Marx gehabt: Adolph Bermbach. Dieser Bermbach war zuletzt Liberaler und wirkte neben der Politik als Rechtsanwalt und Notar in Köln. – Durch Hochzeit gelangte seine Nichte Franziska nach Krefeld, ebenso wie deren Schwester Agathe, die den Kaufmann und Fabrikanten Julius Stockhausen heiratete. Es kamen noch zwei weitere Bermbach-Brüder, ein Josef und noch ein weiterer Adolph Bermbach. Letzterer agierte in Krefeld als Kaufmann, heiratete dort. Josef war hingegen mehr dem Thema Bau, Architektur und Baustoffe zugewandt. Vier mal Bermbach-Geschwister (von 12 Geschwistern insgesamt!), alle haben sich von Köln nach Krefeld verändert, aber nur Franziska berichtet von China und Japan. Sie war dorthin gereist.